„Von der Verberbtheit unserer moralischen Gefühle, die durch den Hang veranlaßt wird, die Reichen und Großen zu bewundern und Personen armen und niedrigen Standes zu verachten oder zu vernachlässigen.

Dieser Hang, die Reichen und die Mächtigen zu bewundern beinahe und beinahe anzubeten oder zumindest Personen armen und niedrigen Standes zu vernachlässigen, ist, obwohl notwendig für die Begründung und Aufrechterhaltung der Standesunterschiede und der Gesellschaftsordnung, zugleich die größte und allgemeinste Ursache für die Verderbtheit unserer moralischen Gefühle. Daß Reichtum und hoher Rang mit Ehrerbietung und Bewunderung angesehen wird, die nur Weisheit und Tugend zukommen, und daß Verachtung, deren einige angemessenen Gegenstände Laster und Torheit sind, oft höchst ungerechterweise Armut und Schwäche gezollt wird, ist die Klage der Moralisten zu allen Zeiten gewesen.“

Adam Smith, Theorie der ethischen Gefühle oder: Versuch einer Analyse der Grundveranlagungen, mit deren Hilfe die Menschen natürlicherweise das Verhalten und den Charakter zunächst ihrer Mitmenschen und sodann ihrer selbst beurteilen. 1759,6.Aufl. 1789. Frankfurt a.Main 1949, 85.

8./9. November 2016, die Nacht, in der Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde

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Johannes Degen
Diakonie, Religion und Soziales

Ansichten der kirchennahen Sozialwirtschaft
Reihe: LLG - Leiten. Lenken. Gestalten. Theologie und Ökonomie
Bd. 32, 236 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12670-2

LIT Verlag Münster 2014.

Als Anbieter auf dem Markt für soziale Dienstleistungen ist die Diakonie einem Modernisierungsdruck ausgesetzt, der sie zu einer strategischen Neuorientierung veranlassen wird, wenn sie sich der Realität in der Sphäre von "Wirtschaft und Soziales" stellt. Ihre traditionell bedingte Kirchennähe ist nicht mehr durchgängig plausibel. Anders als bisher muss sich ihre religiöse Ausrichtung auf eine säkulare Gesellschaft beziehen. Was eine "weltlich" gewordene Diakonie zur lebensdienlichen Gestaltung des Sozialstaates beiträgt, wird das zentrale Thema eines zukunftsgerichteten Managements sein.

 

Unter der Rubrick "Texte Diakonie - Theologie" ist aus diesem Band der Beitrag Diakoniewissenschaft in unternehmensleitender Perspektive zu lesen.
 

Buchempfehlung

Gisela Kämper

Pisa von unten. Aus dem Leben einer Hauptschullehrerin. München, 2.Aufl. 2006

(nicht mehr im Buchhandel erhältlich, kann aber bestellt werden über:

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Einbandgestaltung nach einem Aquarell von Johannes Degen

5,0 von 5 Sternen  Hochaktuell!

Besprechung von Jutta Nolte am 23. Januar 2018

Obwohl das Buch „Pisa von unten“ von Gisela Kämper schon vor 10 Jahren geschrieben wurde, ist es dennoch hochaktuell! Das ist auch gleichzeitig erschreckend, denn es hat sich in dieser Zeitspanne nichts Wesentliches in den Bildungsinstitutionen Kita und Schule geändert. Der Untertitel „aus dem Alltag einer Hauptschullehrerin“ ist übertragbar auf andere pädagogische Tätigkeitsfelder. Denn eines bleibt immer gleich: Es ist der fast tägliche Kampf der Pädagogen Bildung zu vermitteln an Kinder mit immer mehr Verhaltensoriginalitäten, an unruhige, unmotivierte, desinteressierte und respektlose Kinder und Jugendliche. Es ist die Auseinandersetzung mit Eltern, die oft genug beratungsresistent und ihren Kindern gegenüber hilflos sind, es ist der Kampf gegen immer mehr bürokratischen Aufwand in Form von staatlichen Bildungsrichtlinien, Evaluierungen, Portfolios und Entwicklungsbeobachtungsbögen. Bei der Dokumentation von Entwicklung und Verhalten kann es aber nicht bleiben. Ohne Erziehung kann Bildung nicht greifen, wie Gisela Kämper es so treffend auf den Punkt brachte.
Verständlicherweise schreibt sich Gisela Kämper ihren Frust von der Seele. Aber dabei bleibt sie nicht. Sie versucht sich dem Thema durch Beschreibung und Analyse aller am Bildungsprozess/Bildungsmisere beteiligten Faktoren zu nähern: Schüler-, Eltern- und Lehrerverhalten, Bildungspläne, die Rolle des Kultusministeriums. Und sie reflektiert auch ihr eigenes Verhalten. Sie sucht nach Erklärungen und Veränderungsmöglichkeiten. Unkenntnis der Rahmenbedingungen sowie Unkenntnis didaktischer Möglichkeiten kann man ihr wahrlich nicht vorwerfen. Denn der wesentliche Grund dafür, dass Frau Kämper den täglichen Kampf nicht aufgibt und Lösungen sucht, ist die Tatsache, dass sie sich verantwortlich dafür fühlt, mit welcher Qualifikation ihre Schüler und Schülerinnen die Schule verlassen. Und das ist menschlich sehr großartig!
Gisela Kämper schreibt anschaulich und kurzweilig. Zwischen den Zeilen erkennt man auch manchmal den (Galgen)Humor, ohne den der Pädagogen Alltag nicht ertragbar wäre.
Das Buch endet versöhnlich und tröstend, denn sie gibt einer jungen Kollegin, die den Schuldienst noch vor sich hat, anschauliche Tipps und Ratschläge, um den Alltag zu meistern.
Die Formel ist lebenspraktisch und einleuchtend: Liebe, Regeln und Konsequenzen
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