Wir bieten an

Ferien-Wohnung Kämper-Degen

im Zentrum der Altstadt von Überlingen, ganz nah am See

65 Euro pro Nacht - all inclusive.

Gemütliche 2-Zi.Whg mit Küche und Bad.

Belegungsplan siehe unter FeWo-direkt.de

Objekt Nr. 768510

Kontakt:

Festnetz 07551 989 1305

Mobil 0171 7385 133

gisela.kaemper@gmx.net

 

Buchempfehlung

Gisela Kämper

Pisa von unten. Aus dem Leben einer Hauptschullehrerin. München, 2.Aufl. 2006

(nicht mehr im Buchhandel erhältlich, kann aber bestellt werden über:

gisela.kaemper@gmx.net zum Preis von 10 Euro + Versandkosten)

Einbandgestaltung nach einem Aquarell von Johannes Degen

5,0 von 5 Sternen  Hochaktuell!

Besprechung von Jutta Nolte am 23. Januar 2018

Obwohl das Buch „Pisa von unten“ von Gisela Kämper schon vor 10 Jahren geschrieben wurde, ist es dennoch hochaktuell! Das ist auch gleichzeitig erschreckend, denn es hat sich in dieser Zeitspanne nichts Wesentliches in den Bildungsinstitutionen Kita und Schule geändert. Der Untertitel „aus dem Alltag einer Hauptschullehrerin“ ist übertragbar auf andere pädagogische Tätigkeitsfelder. Denn eines bleibt immer gleich: Es ist der fast tägliche Kampf der Pädagogen Bildung zu vermitteln an Kinder mit immer mehr Verhaltensoriginalitäten, an unruhige, unmotivierte, desinteressierte und respektlose Kinder und Jugendliche. Es ist die Auseinandersetzung mit Eltern, die oft genug beratungsresistent und ihren Kindern gegenüber hilflos sind, es ist der Kampf gegen immer mehr bürokratischen Aufwand in Form von staatlichen Bildungsrichtlinien, Evaluierungen, Portfolios und Entwicklungsbeobachtungsbögen. Bei der Dokumentation von Entwicklung und Verhalten kann es aber nicht bleiben. Ohne Erziehung kann Bildung nicht greifen, wie Gisela Kämper es so treffend auf den Punkt brachte.
Verständlicherweise schreibt sich Gisela Kämper ihren Frust von der Seele. Aber dabei bleibt sie nicht. Sie versucht sich dem Thema durch Beschreibung und Analyse aller am Bildungsprozess/Bildungsmisere beteiligten Faktoren zu nähern: Schüler-, Eltern- und Lehrerverhalten, Bildungspläne, die Rolle des Kultusministeriums. Und sie reflektiert auch ihr eigenes Verhalten. Sie sucht nach Erklärungen und Veränderungsmöglichkeiten. Unkenntnis der Rahmenbedingungen sowie Unkenntnis didaktischer Möglichkeiten kann man ihr wahrlich nicht vorwerfen. Denn der wesentliche Grund dafür, dass Frau Kämper den täglichen Kampf nicht aufgibt und Lösungen sucht, ist die Tatsache, dass sie sich verantwortlich dafür fühlt, mit welcher Qualifikation ihre Schüler und Schülerinnen die Schule verlassen. Und das ist menschlich sehr großartig!
Gisela Kämper schreibt anschaulich und kurzweilig. Zwischen den Zeilen erkennt man auch manchmal den (Galgen)Humor, ohne den der Pädagogen Alltag nicht ertragbar wäre.
Das Buch endet versöhnlich und tröstend, denn sie gibt einer jungen Kollegin, die den Schuldienst noch vor sich hat, anschauliche Tipps und Ratschläge, um den Alltag zu meistern.
Die Formel ist lebenspraktisch und einleuchtend: Liebe, Regeln und Konsequenzen
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